Stiftung Warentest: Navigationsgeräte, Soundbars und Mineralwasser im Test

In der achten Ausgabe 2021 der Zeitschrift „test“ geht es dieses Mal unter anderem um Navigationsgeräte, Soundbars und Mineralwasser. Die aktuelle Ausgabe erscheint zwar erst am Donnerstag, bei uns gibt’s bereits heute die wichtigsten Ergebnisse.

Navigationsgeräte – die Klassiker liegen vorn

Navigationsgeräte und Navigationsapps sind heutzutage oftmals treue Begleiter unterwegs, insgesamt hat Stiftung Warentest zwei Navigationsgeräte und ganze 15 der immer beliebter werdenden Navigationsapps getestet.

Tomtom kann überzeugen: Sowohl beim Hardwaregerät als auch bei der App liegt der Klassiker Tomtom vorn. Das Tomtom Go Discover 7 ist mit 299€ zwar etwas teurer als das Vergleichsmodell DriveSmart 65 von Garmin, überzeugt allerdings mit einer längeren Akkulaufzeit und einer guten Routenführung.

Vielfalt bei den Apps: Mit der sinkenden Nachfrage bei den Hardwaregeräten steigt die Vielfalt an Navigationsapps auf dem Markt.  Viele Apps sind gratis, der Testsieger Tomtom Go Navigation kostet 13€ im Jahresabo und speichert Karten direkt auf dem Smartphone, um die Datennutzung zu verringern, liefert eine gute Stauinfo und kann auch mit der übersichtlichen Anzeige überzeugen. Das kostenlose Google Maps für Android und iOs liegt in Sachen Sprachsteuerung vorn, unter anderem bietet die App auch Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln an. 

Mineralwasser – wenn der äußere Schein trügt 

Beim Mineralwasser ist die Auswahl groß, Stiftung Warentest hat von günstigen Produkten über Bio-Wasser bis hin zu Edelmarken hat insgesamt 32 Wassermarken getestet. Die Prüfgruppe legte besonders Wert auf das sensorische Urteil, doch auch Rückstände kritischer Stoffe und die richtige Deklaration wurden überprüft. 

Gute Ergebnisse in allen Preisklassen: Von insgesamt 32 stillen Wassermarken überzeugen ganze acht Wasser mit der Note sehr gut und weitere 18 mit der Wertung „gut“. Alle getesteten Wasser sind mikrobiologisch frei von Schadstoffen und bestehen das Geschmacksurteil gut.   

Die Unscheinbaren machen das Rennen: Testsieger ist das günstigste aller getesteten Wasser, die Eigenmarke K-Classics von Kaufland kann mit einem tadellosen Geschmack punkten, besticht aber auch durch den günstigen Preis von nur 13 Cent pro Liter. Das Mineralwasser von Fürst Bismarck und der Lichtenauer Mineralquellen schneidet zwar ebenfalls mit Bestnoten ab, liegen aber mit 51 und 52 Cent pro Liter deutlich über der Preisklasse der Eigenmarken.  

Bio- und Edelwasser mit enttäuschenden Ergebnissen: Gerade bei den besonders teuren Marken fällt das Urteil eher vernichtend aus – die getesteten Edelwasser der Marken Healsi und Voss setzen zwar auf ein ansprechendes Design und sind mit über 3€ pro Liter deutlich teurer als alle anderen Produkte, können allerdings weder mit Geschmack noch mit der Nährstoffbilanz punkten. Auch die Biowasser der Marken Landpark Bio-Quelle und Rieser Urwasser sind enttäuschend, bei beiden Wassern ist die Deklaration undurchsichtig, das Rieser Urwasser weist Rückstände eines Pestizid-Abbauproduktes auf und wird zunächst nicht mehr weiter abgefüllt.  

Wasser aus der Leitung – eine gute Alternative: Es lässt sich zwar nicht pauschal beantworten, ob Leitungswasser die bessere Wahl ist, es ist im direkten Vergleich mit abgefülltem Wasser allerdings deutlich günstiger und mit einem CO2-Fußabdruck von quasi Null das klimaschonendste Getränk, das es gibt. Entgegen vielen Vermutungen enthält Leitungswasser auch Mineralstoffe, laut Stiftung Warentest können einige der Proben sogar mit abgefülltem Wasser mithalten. Die Kontrollen in Wasserwerken sind regelmäßig und streng, die Kriterien sind zudem vielfältiger als die für Brunnenbetriebe. Allerdings endet die Qualitätsgarantie der Wasserversorger am Hausanschluss und die Verantwortung liegt ab dann beim Konsumenten.  

Soundbars – teurer muss nicht besser sein 

Die kleinen Soundbars sind eigentlich dafür gedacht, den blechernen Sound des Fernsehers zu verbessern und für ein volles Klangerlebnis zu sorgen. Stiftung Warentest hat 20 der Soundriegel in Sachen Klang, Handhabung und Stromverbrauch getestet, davon 10 Zweiteiler mit separatem Subwoofer und 10 einzelne Modelle. Fast alle verfügten zusätzlich über eine Bluetooth-Funktion und können damit auch kabellos mit dem Smartphone verbunden werden.

Der Testsieger ist günstig: Die beste Soundbar ist laut Stiftung Warentest die JBL Bar 5.0 Multibeam inklusive integrierter Bassbox. Sie ist mit knapp unter 400€ vergleichsweise günstig und überzeugt mit einem guten, detailreichen Klang. Neben der Cinebar 11 2.1 Set von Teufel ist sie die Einzige, die das Gesamturteil „gut“ erreicht. Alle drei besonders teuren Soundbars erreichen lediglich ein „befriedigend“. 

Stromfresser Subwoofer: Gerade bei den zweiteiligen Modellen gibt es einige Modelle, die durch einen erhöhten Stromverbrauch auffallen, die LG DSN8YG und die Samsung HW-Q800A sorgen für einen rund siebenmal höheren Stromverbrauch als das genügsamste Modell, die Samsung HW-T400. Die erhöhten Stromkosten lassen sich leider nicht durch den Klang ausgleichen, von den 10 getesteten Zweiteilern überzeugen nur zwei mit einem guten Ton. 

Die ausführlichen Testergebnisse aller Tests und viele weitere Informationen finden Sie in der neuen Ausgabe der „test“.

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